Beratung und Schulung


Beratung


Seit 2013 berate ich Museen, die sich auf den Weg machen wollen, mit ihren Angeboten Menschen mit Behinderungen allgemein und speziell blinde und sehbehinderte Besucher zu erreichen. Ausgehend vom Ist-Stand erhält das Museum Empfehlungen für erste oder weiterführende Schritte. Der Prozess der Umsetzung wird begleitet. Wege der Kommunikation und Information der Gruppe der blinden und sehbehinderten Menschen werden aufgezeigt und entsprechende Kontakte vermittelt. Vorschläge für Führungslinien werden gemeinsam mit den für das Museum tätigen Personen erarbeitet.


Konzepterstellung


Auch wenn die vielsinnige Vermittlung im Vordergrund steht, biete ich an, so genannte Tast- oder Hörführungen zu entwerfen, innerhalb derer speziell das Tasten oder Hören im Mittelpunkt steht. Der Sehsinn wird hier mittels Simulationsbrillenoder Schlafmasken teilweise eingeschränkt oder ganz ausgeschaltet. Teilnehmer an einer solchen Führung gewinnen so eine neue Perspektive auf vertraute Gegenstände und Situationen oder erleben Kunst auf unerwartete Weise intensiv.


Schulung


Jeder Besucher hat das Grundrecht, sich in einem Museum oder einer Ausstellung willkommen zu fühlen. Den Gästen sollte das Gefühl vermittelt werden, dass sie gern gesehen sind. Freundliches und hilfsbereites Personal kann eventuelle Befangenheiten nehmen und helfen, Berührungsängste abzubauen. Niemand sollte das Gefühl haben, Außenstehender zu sein.

Die Nationale Koordinationsstelle Tourismus (NatKo) sieht in Sensibilisierungsmaßnahmen und Mitarbeiterschulungen, Weiterbildungskonzepten und Seminaren das Patentrezept für Erfolg versprechende barrierefreie Angebote. Eine Sensibilisierung von Personen, die Kontakt mit Menschen mit Behinderung haben, wird von den meisten Betroffenen selbst als notwendig erachtet.

Bei einer Schulung von Besucherbegleitern oder des Empfangs- und Aufsichtspersonals geht es darum, ein Verständnis davon zu vermitteln, welche Einschränkung eine Sehbeeinträchtigung mit sich bringt und dies im Kontakt mit sehbehinderten Gästen zu berücksichtigen.

Dem Empfangs- und Kassenpersonal wird u. a. vermittelt, wie blinde Menschen geführt werden können und welche Informationen sie im Vorfeld eines Ausstellungsbesuches bzw. im Museum benötigen könnten

Besucherbegleiter erhalten zum Beispiel Empfehlungen für die Planung und Organisation einer Führung für blinde und sehbehinderte Menschen. Die Methoden, mit deren Hilfe eine komplexe Ausstellung für die Besucher erfahrbar wird, werden aufgezeigt.

Im Ergebnis sollen die Schulungs-Teilnehmer ein gewisses Maß an Sicherheit gewinnen, das sie offen auf das Publikum zugehen lässt. Das Publikum seinerseits wird auch offener sein, wenn es davon ausgehen kann, dass Empfangs- und Aufsichtspersonal sowie der Besucherbegleiter um seine Bedürfnisse weiß und auf diese eingehen kann.


Dauer: Empfangs- und Aufsichtspersonal; 3 Stunden
Besucherbegleiter 5 Stunden
Termine nach Vereinbarung